Recital Musikforum Eilbek

vorm. Musikschule „Achtel & Co.“

Konzept

Bei „Musik für Mäuse“ (Mutter-Kind-Gruppe) geht es darum, die Kleinsten sehr spielerisch an die Elemente der Musik heranzuführen. Außerdem wollen wir den begleitenden Eltern (Großeltern, Tagesmütter o.ä.) Liedgut, Tänze etc. für den häuslichen Gebrauch vermitteln.

In den Musikstunden wird gesungen, getanzt, geklatscht, Fingerspiele gezeigt, Musik gehört, kleine Verse gesprochen und elementare Instrumente eingesetzt. Kein Kind wird zum Mitmachen gezwungen, es kommt durchaus vor, dass ein Kind nur da sitzt, herum läuft, sich mit ganz anderen Dingen im Raum amüsiert. Und doch profitiert es vom Dabeisein.

„Musik für Mäuse“ ist Teil der Musikalischen  Früherziehung, die später jedoch ohne Eltern oder eine andere Begleitperson fortgeführt wird. Die Themen sind vom Ansatz her dieselben, aber auf höherem Niveau. Die Kinder werden motiviert, Liedertexte zu behalten, die einzelnen Instrumentengruppen werden genauer vorgestellt, auch mit Hörbeispielen. Tanz und Bewegung werden konkret geübt, auch mal mit dem Ziel, es bei einem Kinderkonzert vorzuführen. Beim Singen und Sprechen achten wir auf differenzierte Artikulation. Im weiteren Verlauf nähern wir uns dann der einfachen Musiklehre, wie den Parametern hoch/tief, lang/kurz, langsam/schnell etc., oft anhand von kleinen Motiven, von denen die Kinder im anschließenden Instrumentalunterricht profitieren. Manchmal nehmen wir uns ein Theaterstück vor, z.B. ein Kinderbuch, das besonders gut mit musikalischen Elementen dargestellt werden kann (O. Preußler, Die dumme Augustine). Sowohl der Musikgarten als auch die Musikalische Früherziehung schulen den ganzen Menschen, es ist dabei wenig sinnvoll, nach einer gewissen Zeit ein konkretes Ziel erreichen zu wollen.

Für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bieten wir in Kooperation mit der Christuskirche Wandsbek, die Möglichkeit in einen Kinderchor traditionelles und modernes Liedgut mehrstimmig zu singen. In der sorgfältig betreuten und geführten Gruppe wird schon im Kindesalter die Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit des Singens gefördert. Besondere Beachtung findet dabei auch die Stimmbildung und die Atemtechnik. 

Unsere Kinderkonzerte (regelmäßig zweimal im Jahr, einmal im Sommer und einmal zu Weihnachten) sind Tradition und stets gut besucht. Es treten eine Menge Kinder auf, die auf ihrem jeweiligen Niveau ihr Bestes zu Gehör kommen lassen. Dabei geht es uns nicht um Perfektion, jedes Kind, das sich traut, soll vorspielen, auch mit nur wenigen Tönen. Das Sichtrauen ist im Grunde die Hauptsache, denn allein in einer Zuhörermenge von ca. 90 Personen sich ans Instrument zu begeben, ist schon eine großartige Leistung. Viele Eltern sagen uns, dass die Kinder in der Schule auch im großen Forum wenig Lampenfieber haben, weil sie in der Musikschule von sehr jung an gemerkt haben, mit einem Auftritt passiert mir nichts, auch wenn nicht alles geklappt hat. Es macht dem „Solisten“ und dem Publikum Freude. Und mit dem Bewusstsein stimmen sie gerne zu, auch im Altersheim zu „konzertieren“.

Sobald die Kinder ein Instrument lernen, bei uns häufig noch vor der Einschulung, versuchen wir, ihnen das Notenbild für das jeweilige Instrument zu vermitteln. So lernen sie oft eher den Umgang mit dem Notenbild als das eigentliche Lesen, konzentrieren sich aber schon darauf und aufs Umsetzen am Notentext.Ganz allmählich kommen die Notennamen hinzu, welch Triumph für kleine Menschen, wenn sie einzelne Buchstaben schon selbst einfügen können! Und welch Erfolg auch, wenn sie im Kindergarten oder in der Vorschule ihrer Gruppe ein Lied vortragen können.

Das Zusammenführen einzelner Kinder zum Ensemblespiel ist für uns ein ganz wichtiges Thema. Hier lernen die Kinder nicht nur das gemeinsame Musizieren, sondern auch soziales Verhalten in der Gruppe, Rücksichtnahme auf die anderen Mitspieler, Zuhören und sich Anpassen. Nicht das Individuum steht im Vordergrund, sondern die Gruppe und deren Können und Gesamteindruck. Bemerkenswert dabei ist auch, dass die Kinder lernen vorauszuschauen, vorauszudenken, was kommt als Nächstes? Solange die Gruppe noch –wie am Anfang – aus der Partitur spielt, fällt das relativ leicht, weil man die Einzelstimmen mitverfolgen kann. Im weiteren Verlauf jedoch lernen sie, aus Einzelstimmen zu musizieren, wobei sie „gezwungen“ sind, sich in die Musik der MitspielerInnen hineinzufühlen.

Die Blockflöte ist seit alters her das Einsteigerinstrument aus unterschiedlichen Gründen. Es ist zum einen für die Eltern bezahlbar, denn hin und wieder bleibt mal ein Kind nicht sehr lange dabei. Zum anderen hat die Blockflöte eine Orientierung mit den Löchern, ähnlich wie das Klavier eingeteilt ist in weiße und schwarze Tasten, d.h. die Kinder müssen den zu bildenden Ton nicht erst lange suchen. Sie wollen möglichst bald nach Beginn ein anhörenswerte Melodie spielen können. Und die Blockflöte hat einen sehr leichten Ansatz. Beim Lernen wird die Atmung gefördert, die Koordination der Hände und Finger und wie bei jedem anderen Instrument auch Gefühl für Rhythmus, Takt und Melodielinien.